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Pricing Power
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Der nächste Hype kommt bestimmt: Wie gute Agenturen Relevanz schaffen

Nemo Tronnier spricht mit uns darüber, welche Entwicklungen zählen, welches Plattformwissen für Agenturen und Marken heute relevant ist und warum genau in dieser Einordnung oft schon Pricing Power entsteht oder verloren geht. Eine Folge über Relevanz, Spezialisierung und die Zukunftsrolle von Agenturen.

Nemo Tronnier schaut auf Social Media nicht nur als Beobachter, sondern aus der täglichen Arbeit mit Weltmarktführern und internationalem Mittelstand. Als Mitgründer und Geschäftsführer von Social DNA hilft der Unternehmen dabei, Social Media strategisch zu nutzen und daraus echte Relevanz zu schaffen. Viele kennen ihn auch aus seiner Social Media-Schau auf LinkedIn, die übrigens inzwischen auch einen eigenen Podcast bekommen hat. Wir sprechen heute darüber, welche Entwicklungen wirklich zählen, was B2B-Marken daraus lernen können und warum

genau darin auch Pricing Power für Agenturen steckt. An dieser Stelle möchten wir euch einmal erzählen, worum es uns und unserem Partner Teamleader bei diesem Podcast geht. In Agency Life Deutschland sprechen wir mit Menschen aus der Agenturwelt über genau die Themen, die Agenturen heute bewegen. Wachstum, Organisation, Profitabilität und bessere Zusammenarbeit. Genau an dieser Stelle setzt auch Teamleader Focus an. Teamleader Focus ist die Software für kleinere und größere Agenturen, die ihre Angebote, Projekte, Zeiterfassungen,

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im Agency Life Podcast. Schön, dass du da bist. Vielen Dank für die Einladung. Freut mich, hier zu sein. Social Media News, die du jede Woche kennen musst. So beginnt bei dir regelmäßig die Social Media Woche. Ich habe jetzt hier zwar eine kleine Zusammenfassung stehen über das Format, aber dachte mir, es macht eigentlich viel mehr Sinn, wenn du einmal kurz erzählst. Wie bist du dazu gekommen und was ist es genau? Tja, also ich glaube, ich habe das etwa vor anderthalb Jahren begonnen und mache das seitdem wöchentlich. Ist einfach, ich bin schon sehr lange auf LinkedIn,

schon fast 15 Jahre und habe dann vor anderthalb Jahren gesagt, ich will jetzt noch mal hier richtig Gas geben und einfach noch mal weiter Reichweite aufbauen. Habe ganz, ganz viel probiert. Jeden Tag was gepostet, mache ich immer noch seitdem. Und eine Sache ist halt hängen geblieben. Das sind diese Social Media News. Das sind so fünf bis zehn News, die in der Woche relevant sind, die ich aus verschiedenen Newsportalen von verschiedenen Creatoren sammle. Und das kam super an. Also die Leute haben es geliebt, lieben es immer noch, kommentieren fleißig, teilen. Und es hat immer

eine gute Reichweite. Und so habe ich das eben als Serienformat etabliert. Und das ist natürlich auch für meinen Job als Geschäftsführer einer Social Media Agentur einfach perfekt, weil ich immer jede Woche über jeden Trend Bescheid weiß. Und mittlerweile haben wir es ja sogar als Videopodcast jetzt erweitert. Du hast ja schon gerade sehr gut gesagt, dass es nicht nur ein Newsformat ist, sondern auch ein Filter für Relevanz im Grunde. Nach welchen Kriterien gehst du da vor, wo du sagst, okay, das ist jetzt so wichtig, kommt denn mal unsere Social Media Schau und das eher nicht?

Ja, das ist ganz interessant, weil man versucht natürlich dann auch über die Zeit viel und guckt, ob man das vielleicht auch irgendwie automatisieren kann, ob nicht vielleicht eine KI auch die Auswahl voraustreffen kann. Und ich habe halt gemerkt, nein, das kann sie nicht, weil der Filter, der bin ehrlicherweise einfach ich und mein Bauchgefühl. Ja, weil ich bin ja im täglichen Austausch mit Kunden, mit potenziellen Kunden, mit meinen Mitarbeitern. Das heißt, bei mir dreht sich der Arbeitsablauf täglich um das Thema Social Media. Und ich glaube, so habe ich

einen sehr speziellen starken Blick darauf, was wirklich im Social Media Marketing relevant ist und auch praktisch und anwendbar ist und nicht einfach nur irgendwie jetzt irgendeine News, die eventuell in 20 Jahren wichtig sein wird, sondern die vielleicht auch heute schon wichtig ist. Insofern kann ich das wirklich so, bin ich sozusagen der menschliche Filter selbst. Cool. Ich meine, bei uns hören ja sehr viele oder bei uns hört die Agenturszene zu. Und das Schöne ist bei dir, du verbindest ja die Brücken, Agentur und trotzdem die neuesten Plattformen.

Welche Art von Plattformwissen würdest du denn so am relevantesten oder besonders wertvoll für Agenturen wirklich einstufen? Ja, man muss natürlich irgendwie dann unterscheiden zwischen sehr operativen Geschichten, die jetzt, sage ich mal, irgendwie Hashtags werden abgeschafft oder nur noch drei Hashtags oder ich mache irgendeinen neuen Analytics, KPI auf irgendeiner Plattform ist neu. Da muss ich sagen, was interessant ist, die Leute, die meine Social Media Show lesen, die interessieren sich sehr stark für diese sehr praktischen Anwendungen.

Ich glaube aber nicht, dass es jetzt, sage ich mal, für die große Strategie relevant ist unbedingt jetzt. Für den CMO sind eher so die Metatrends, die sich seit, die über Jahre hinweg bestehen relevant. Und da ist es halt wichtig, je nach Rolle, die du in deinem Unternehmen hast, zu unterscheiden, was für dich relevant ist. Wenn du jetzt Junior Social Media Manager bist und du machst hauptsächlich Community Management und Instagram Reportings, dann sind eben diese operativen News wichtiger. Wenn du CMO bist, dann sind eher so diese Social Media Trends der Dekade,

wie ich es kürzlich mal gepostet habe, relevant. Oder eben diese Hauptentwicklung, wo steuern die Plattform hin, wo steuert Advertising hin, wo steuert Content hin. Du hast es jetzt gerade schon so ein bisschen erklärt, wie du da vorgehst. Für mich wäre es nochmal wichtig zu wissen, der Unterschied zwischen Agenturen, wir nennen es jetzt mal so, die eher kommentieren und nachahmen, also Trends versuchen mitzugehen oder eben wirklich Agenturen, wie ihr es seid, die in dem Bereich beraten, weil sie einfach vorgehen auch diese Trends nicht nur herausfinden, sondern wahrscheinlich

auch testen. Oder wie machst du diesen Unterschied zwischen, du hast ja vorhin gesagt, du sammelst, du sammelst und dann hast du aber auf der anderen Seite fundiert das Wissen, was du weitergibst. Oder auch selber mitentwickelst. Ja, man nimmt auf, seit ich diese News habe, hat sich mein Wissen tatsächlich nochmal auch vertieft. Man denkt ja, wenn man tagtäglich dabei ist, dann kriegt man schon alles mit. Aber es ist doch nochmal was anderes, wenn du das wirklich jede Woche einmal einen festen Termin hast und da zwei Stunden recherchierst und das zusammenschreibst. Und

dadurch fallen mir eben viel besser jetzt auch so diese größeren Entwicklungen auf. Und da gilt es halt, die den Kunden regelmäßig mitzuteilen, aber auch kurzfristige Trends dann irgendwann zu nutzen. Also viel wichtiger ist, wenn du jetzt auf puncto Beratung gehst, dass ich der Organisation, für die ich arbeite, eigentlich erkläre, wie sie sich strategisch und personell und von den Prozessen heraufstellt, um Social-Media-Trends auch passend zur Marke umzusetzen. Und das merke ich durch meine News und auch durch sonstigen LinkedIn-Postings, wo ich immer die besten Kampagnen im Bereich

Social-Media vorstelle, sehr stark, dass doch die erfolgreichen Unternehmen extrem starken Fokus auf Social-Media legen und eine extreme Dynamik an den Tag legen und eine sehr hohe Schnelligkeit. Und ich versuche halt, wir als Agentur beraten hauptsächlich B2B und B2B2C-Kunden mit komplexen Produkten. Das sind auch eher Konzerne, größere Unternehmen. Das heißt, die haben oft noch ein gewisses Gap zu schließen, um so eine richtig, ja um so eine Social-Media-Maschinerie aufzubauen. Und da arbeiten wir eben dann ganz viel an den Ursachen und versuchen dann aber auch, wie du

sagst, über Tests und Pilotprojekte immer mal wieder zu zeigen, guck mal, man kann das auch so machen und dann wirkt das eben. In dem Kontext, da wollte ich jetzt genau darauf hinaus, weil du bist ja auch voll in der Praxis drinnen und das ist ja eigentlich nicht zu übersehen, dass diese Trends oder diese Entwicklungen sich einfach fast überschlagen. Also es gibt ja jede Woche was Neues, jede Woche etwas Spannendes. Jetzt hat Meta seine API geöffnet, auch für die ganzen KI-Plattformen. Wie geht ihr intern bei euch mit dem Thema um oder mit diesen News um, ohne dass man irgendwie im

Chaos verschwindet oder sich die ganze Zeit in eine Richtung zerreißt? Ja, auch sehr gute Frage. Also bei uns ist es so, dass wir für verschiedene Aspekte des Social-Media-Marketings auch verschiedene Expert*innen haben. Das heißt, wenn ich dann bei den Content Trends ankomme, dann schicke ich die eher eben unseren Content Specialist oder Kreationsteam. Wenn es in Richtung Performance Marketing geht, was du jetzt angesprochen hast gerade mit der API-Offnung, die auch gerade in meiner News am Dienstag drin war tatsächlich, dann bespreche ich das mit unserer Performance

Marketing Managerin. Wir haben noch eine Größe, wir sind jetzt knapp über 20, wo ich dann noch sehr gut das in die Organisation auch persönlich verteilen kann, was relevant ist. Und die Leute haben ja auch selbst einen starken Filter, sind ja selbst mit den Kunden am Arbeiten und können das dann schon ganz gut einordnen. Das heißt, ich teile immer die gesamten News intern auch in einem Team. Das ist eben auch ein wertvoller Aspekt dieser News, der nach außen so gar nicht klar ist, dass es für uns intern ein sehr wichtiges Tool geworden ist. Und wenn ich etwas für besonders

relevant erachte, dann gehe ich speziell auf die Person zu, die es besonders betrifft. Und das habe ich gerade beispielsweise gestern mit dieser API-Offnung persönlich mit unserer Performance Marketing Managerin besprochen, wie wir da jetzt rangehen, wie wir experimentieren, welche Möglichkeiten sie da hat und sie hat natürlich auch voll Bock drauf. Siehst du dann, also wie geht ihr dann vielleicht auch in Sprints? Also nutzt ihr dann auch gleich diese News und sagt, okay, jetzt widmen wir uns dem Thema mal wirklich dezidiert irgendwie 1, 2, 3 Stunden und tauchen

mal ein und können danach evaluieren, macht es Sinn weiter reinzugehen oder es eher wieder hinten anzustellen? Soweit würde ich jetzt nicht gehen, weil der Alltag ist natürlich auch dynamisch. Das heißt, ich versuche dann schon eher die großen Sachen da raus zu destillieren, die ganz wichtigen Themen. Und darum bilde ich dann eben Arbeitskreise oder selbst im Performance Marketing eben Ziele, das auszuprobieren. Aber die News, wie du sagst, die sind so dynamisch und das beschleunigt sich auch gefühlt. Jede Woche noch mehr durch KI passiert so viel gerade und hat natürlich auch

den Plattformen neue Capabilities gegeben, sich noch schneller weiterzuentwickeln. Und da ist dann wieder der Filter, der sagt, okay, diese API-Öffnung beispielsweise zu den Ads, das ist jetzt schon was Größeres, das müssen wir uns anschauen. Aber dass jetzt irgendwie in Instagram ein neuer Insight gibt mit der Watchtime, das ist gut, das mal gehört zu haben. Und wenn du das nächste Reporting dann erstellst, dann hast du es schon mal gehört und guckst mal, ob dann ein neuer API ist. Aber da muss man jetzt nicht unbedingt groß was testen. Und was Content angeht, da müssen die Content Specialists

ja sowieso ständig neue Trends, neue Arten der Produktion mit AI oder mit Video ausprobieren. Und die teilen dann eher ihre Erkenntnisse, wenn was viral gegangen ist, weiter ins Team. Du hast gerade schon von diesen ganzen Entwicklungen gesprochen und ich möchte jetzt ein bisschen den Fokus auf unser großes Thema dieser Staffel, Pricing Power, lenken. Deswegen die Frage auch an dich, welche Entwicklungen verändern deiner Meinung nach Angebot, Beratung und vor allem eben das Pricing von Agenturen gerade am stärksten oder sehr stark?

Ja, es gibt tatsächlich ja eigentlich eine offensichtliche Antwort darauf. Aber die kann man natürlich noch mal differenzierter betrachten. Aber der große Faktor, der im Moment Pricing, aber nicht nur Pricing, sondern gesamte Offerings und gesamte Agenturen verändert, ist natürlich das Thema KI und was damit möglich ist. Einerseits mit dem Thema Content Creation, andererseits mit der Automatisierung. Und wir sehen ja auch am Markt eine gewisse Bereinigung gerade, dass viele etablierte, ältere Digitalagenturen oder Full-Service-Werbeagenturen eher Stellen

abbauen oder in die Insolvenz reingehen. Wohingegen spezialisierte Social-Media-Agenturen oder Agenturen, die auf das Thema KI-Implementierung, Performance-Marketing oder Ähnliches spezialisieren, also sehr techniknah sind auch schon, es denen gerade sehr, sehr gut geht und die eigentlich eher einen Auftrieb haben. Das heißt, der wichtigste Punkt für Pricing Power ist natürlich erst mal auch so eine gewisse Immunität gegen das, was AI gerade mit sich bringt. Weil wir merken ja auch eine gewisse Forderung der Kunden am Markt, dass beispielsweise Kosten für Content-Produktion auch

runtergehen. Und dann muss das natürlich aber schaffen, als Agentur andere Dienstleistungen drum herum zu haben, die sich nicht so leicht auswechseln lassen. Weil, ich bringe mal das Beispiel, jeder kann ja jetzt mit ChatGPT irgendwie ein geiles Bild und einen geilen Text schreiben, aber warum sind dann bestimmte Personenmarken auf LinkedIn super erfolgreich und andere nicht?

Alle haben ja doch den gleichen Zugang zu den gleichen tollen Tools. Das heißt, da steckt doch noch viel mehr dahinter, als einfach nur mehr ein Bild generieren zu lassen und Text. Und was ist es denn, was dahinter steckt? Und das ist das, was wir natürlich unseren Kunden anbieten. Was ist es? Es ist eine tiefgehende Kenntnis in Bezug auf, wie Social Media funktioniert, wie Content-Kreation funktioniert innerhalb der relevanten Zielgruppe, welche Trends gerade relevant sind, wie Algorithmen funktionieren, wie ich ein Video richtig aufnehme handwerklich, wie ich eine Story richtig aufbaue

inhaltlich, wie ich das Ganze distribuiere, über welche Kanäle, über welche Formate. Das heißt, das ist ein komplexes Zusammenspiel, für das man viel Erfahrung und viel Spezialisierung auch braucht. Und das kann nicht eine einzelne Person in einem Unternehmen einfach alles alleine überblicken. Sie kann das vielleicht für einen gewissen Bereich sehr gut, aber nicht für alle Bereiche, die ein Unternehmen benötigt. Absolut. Ich würde da ganz gerne anknüpfen. Ich glaube, es braucht dieses Feingefühl, das der Mensch einfach noch hat gegenüber der AI selber, von dem du gerade auch

gesprochen hast. Also diese komplexen Zusammenhänge nicht nur zu verstehen, sondern zum richtigen Moment das Richtige zu tun. Man macht ja auch öfter mal das Nicht-Richtige, dann wird es nicht erfolgreich. Aber wie du eben sagst, das unterscheidet dann den Menschen schon noch ein bisschen von der AI. Deswegen vielen Dank, dass du uns daran teilhaben lassen hast. Ja, vielleicht, wenn ich darf, noch ein Beispiel. Unser Videographer, der ist sehr stark in dem Thema KI-Video-Generierung und der hat uns letztens für einen Kunden ein Video rein mit KI gebaut, wo uns allen die Kinder darunter gefallen

ist. Wo, sage ich mal, es ging um ein Auto als Protagonist. Und das Auto ist immer gleich geblieben. Es hat perfekt gefahren. Es sah aus wie das Auto, wenn man es filmen würde. Es ging durch eine Wüste. Es ging durch einen Dschungel. Und es war über mehrere Szenen aus verschiedenen Kameraperspektiven. Und das ist alles mit KI entstanden. Und das nur, weil die Möglichkeit da ist, heißt es ja nicht, dass jeder das perfekt damit umgehen kann. Du musst ja trotzdem noch wissen als Regisseur quasi, welche Szenen sind emotional. Wie schnell muss ich das schneiden? Wann kommt eine Überblendung? Wann

kommt ein Zoom in? Wo muss jetzt das Licht fallen? Und das sind ja alles Dinge, die dir KI schon auch mitgeben muss. Und deswegen ein bisschen so, um die Leute zu beruhigen. Viele haben ja immer Angst, oh Gott, KI, nimm mein Job weg. Nein, du hast ganz, ganz wichtiges Wissen, wie du die KI briefst. Deswegen wird meiner Meinung nach auch ein Grafiker oder ein Videographer auch in fünf Jahren noch einen Job haben. Nur der Job verändert sich halt, dass du halt häufiger mit einer KI interagieren musst. Ich darf an der Stelle noch mal versuchen zusammenzufassen bezüglich der Pricing Power. Weil

du jetzt so viele schöne Sachen gesagt hast. Ich möchte das noch mal ein bisschen bündeln. Das heißt, im Grunde kann ich meine Pricing Power steigern, wenn ich es schaffe, meinen Potenziellen und auch meinen Kunden das Gefühl zu geben, dass ich das Know-how habe, dieses Feingefühl zu haben, die Zusammenhänge zu verstehen und zu verstehen, dass AI ein Hilfsmittel ist, mit dem ich meine mein Output noch besser machen kann und im besten Fall sogar etwas günstiger. Genau, das ist auf jeden Fall ein ein wichtiger Aspekt von von Pricing Power. Sollen wir noch weitere beleuchten?

Ne, ich glaube wir gehen mal in die andere Richtung. Genau. Also wenn du auf die andere Seite blickst und jetzt konkret sagen müsstest, wo Agenturen am ehesten ihre Pricing Power verlieren heute, was wäre das? Ja gut, also genau der Umkehrschluss. Also die austauschbare Dienstleistung, wenn ich einfach nur, also wenn ich als Social Media Agentur mich rein auf das Thema beispielsweise Organic Content konzentrieren würde jetzt und nur Grafik, Kreation und Texte anbiete, aber nicht dieses System, diese Strategie dahinter, die Beratungsleistung dahinter mitanbiete und auch

nicht gut positioniert bin entsprechend, dass die Kunden mir glauben, dass ich eben dieses Spezialwissen habe in Bezug auf Social Media, aber auch in Bezug auf die Branche und die Zielgruppe. Wenn ich also einfach, ultimativ ist ja auch eine Binsenweisheit, wissen wahrscheinlich alle Agenturen, die zuhören, dieses, wenn ich keine Spezialisierung habe, wenn ich einfach zu Bauchladen mäßig unterwegs bin, dann bin ich einfach austauschbar. Ist das vielleicht auch genau der Punkt an dem sich entscheidet, ob eine Agentur, also dem was du gerade gesagt hast, eher so ein

ausführendes Organ ist, was tatsächlich früher ja oftmals der Fall war und wir auch merken, dass sich da in dem Bereich sehr, sehr viel ändert oder eben eine Agentur nicht nur auf beratender Ebene tätig ist, sondern auch weiß Veränderungen to date zu halten und auch, das ist glaube ich ein ganz wichtiges Thema, Veränderungen zu priorisieren heutzutage, also zu wissen auch an welchem Moment ist welches Update einer Social Media Plattform, wie du es in deiner Schau immer zeigst, aber auch bei AI, die ganzen Funktionen, die tagtäglich kommen, richtig einzuleiten und zu sagen, okay,

das macht jetzt wirklich Sinn, hier gehe ich tiefer rein und hier nicht im Sinne unserer Kunden. Da habe ich das so zusammengefasst. Ich habe keine Frage rausgehört. War sozusagen eine versteckte Frage, ob das sozusagen der Kern der pricing power zukünftig ist? Ich würde sagen, das ist schon nur ein Aspekt. Innovationsgeschwindigkeit hast du angesprochen, ist natürlich wichtig und ohne, dass du mit der Zeit gehst, dann gehst du natürlich mit der Zeit. Das heißt, das ist eigentlich eine Grundvoraussetzung für das Überleben. Dann würde ich sagen, ist es eben diese Schnittstellenkompetenz

an Technik, aber auch Beratung, Plattformwissen, was sehr wichtig ist, und eben dann auch zu unterscheiden zwischen den relevanten Entwicklungen. Wenn du jetzt auf die Social-Media-Schau gehst, das ist der zweite Aspekt. Der dritte Aspekt wird immer auch weiterhin bleiben, dass du eine starke Marke aufgebaut hast, dass du im Markt bekannt bist, dass du eine begehrenswerte Marke aufgebaut hast, dass deine Customer- und User-Journey flawless ist, dass alle Kontaktpunkte zum Kunden optimal sind, dass du eine schöne Website hast, einen schönen Social-Media-Auftritt, dass du geile Cases hast.

Ein anderer Punkt ist vielleicht auch, der neu hinzukommt, so ein bisschen, wie du innerhalb deines Unternehmens als Personal Brands etabliert hast, weil wir sehen schon den Shift. Deswegen habe ich natürlich auch meinen Link intensiviert, dass die Menschen gerne mit Menschen zusammenarbeiten wollen. Die wollen, dass es Sprachrohre gibt, dass vertrauensvolle Personen gibt innerhalb dieses Unternehmens, mit denen sie sich identifizieren können. Das ist auch ein wichtiger Punkt für Pricing Power. Es gibt ja auch jetzt immer mehr so Business-Influencer oder Creator, die Agenturen

öffnen und die haben natürlich dann einen guten Kanal. Und dann noch die zwei weiteren Punkte sind auf jeden Fall operative Exzellenz, würde ich sagen, dass du einfach das beste Produkt am Ende anbietest. Das ist wahrscheinlich das Wichtigste und ein Schlagpaster am Ende zu einem fairen Preis. Und dann last but not least auch diese Positionierung für eine spezifische Zielgruppe, dass dir das abgenommen wird. Also wir sind zum Beispiel im B2B2C-Bereich spezialisiert auf Industrien, Banken, Versicherungen, IT, SaaS-Companies und öffentliche Institutionen. Und in allen diesen

Bereichen haben wir spezifisches Wissen und Cases aufgebaut. Und das sehen wir natürlich schon, dass wenn wir Anfragen kriegen von Kunden, die kommen schon meistens über einen Case oder über eine Referenz, die sagen, ihr habt es doch für das Unternehmen gemacht, das könnt ihr doch bestimmt auch für uns. Ich würde eigentlich nur noch den letzten Aspekt nochmal rein und den Kreis auch nochmal schließen. Du hattest ja auch gesagt, dass das Wissen im Grunde immer wichtiger wird. Mich würde einmal noch interessieren, inwieweit deine Social Media News auch einem Kunden ankommen

und ob das auch so ein Inkubator ist für sehr, sehr viele Kunden, Rückfragen. Weil im Grunde wird die Beziehung, Menschen mögen mit Menschen unterwegs sein, wird das immer wichtiger. Und inwieweit helfen dir da die Social Media News? Ja helfen oder manchmal ist es dann natürlich auch für mein Team sogar ein bisschen nervig, weil genau das passiert ja auch. Dass Kunden das lesen und dann sagen sie, ja, aber was ist denn jetzt mit der und der News und habt ihr das jetzt schon umgesetzt? Und deswegen habe ich ja auch, als das das erste Mal aufkam, fing ich erst an das intern

auch stärker zu teilen und zu platzieren, was in den News steht, damit die auch wirklich vorbereitet sind. Das heißt so ein Stück weit, aber das ist ja vielleicht auch was Positives, besteht für mein Team natürlich auch so ein bisschen der Zwang, das auch alles mitzuverfolgen, damit die Kunden nicht besser informiert sind in dem Moment, was Trends angeht, als sie selbst. Also das passiert doch schon sehr häufig. Cool. Lass uns noch einmal in die Zukunft schauen. Welche Entwicklungen werden aus deiner Sicht am meisten Druck in Zukunft auf Agenturen ausüben? Also ich sehe, ich kann natürlich,

ich bin jetzt wirklich sehr stark auf Social Media unterwegs und will jetzt nicht anmaßen, dass ich für das für alle Bereiche besprechen kann. Deswegen würde ich jetzt mal auf Social Media Agenturen versuchen hauptsächlich zu blicken. Und was ich da schon sehe, ist natürlich Social Media und KI verschmelzen ja auch sehr stark. Also Meta investiert ja auch extrem in KI. Microsoft mit LinkedIn natürlich auch, Google mit YouTube ja auch. Das heißt, ich sehe so eine gewisse Verschmelzung von KI und Social Media. Und das heißt einfach, dass du als Agentur, das gilt

wahrscheinlich auch für alle, halt einfach einen riesen Fokus drauf legen musst, jetzt KI zu verstehen und KI zu implementieren und KI zu arbeiten. Das ist denke ich so das Wichtigste. Dann sehe ich aber auch einen anderen, zwei andere Metatrends sind auf jeden Fall das Thema, dass auch immer aufwendiger wird, Content zu produzieren. Das heißt, vor fünf Jahren konntest du noch ohne Videographer Social Media Marketing machen. Heute brauchst du einfach Hochkantvideos, Reels. Und das heißt, du musst einfach gut werden mit der Kamera. Und das letzte ist auf jeden Fall

das Thema Personal Branding. Ich habe es ja auch schon gesagt, dass du dir als Agentur Gedanken machen musst, wie du nicht nur Marken und Unternehmen berätst, sondern auch innerhalb dieses Kontextes Personal Brands hervorhebst und auch eine eigene Personal Brand entwickelst. Denn wir sehen es einfach, wir leben in diesem Creator-Zeitalter, wo sich sehr viel darauf fokussiert wird, was einzelne Personen sagen. Und eine Person kann eine unheimliche Reichweite einfach aufbauen. Bevor wir zu unserem Special Part kommen, möchte ich noch eine Frage stellen. Und zwar, wenn du

heute eine Agentur gründen würdest. Ich weiß, ich habe eine erfolgreiche Agentur, aber wenn du jetzt einfach mal alles nimmst, dein Wissen ist da. Agentur nicht, du willst eine neue gründen. Welche Chance oder was würdest du, in welche Richtung würdest du gehen, wo du sagst, da hätten wir als Agentur sofort Relevanz und differenzieren uns auch ein Stück weit. Das ist lustig. Ich habe genau gestern, als wir die Social Media Show aufgenommen haben, darüber geredet mit der Verena Gründel von der DMEXCO, mit der ich den Videopodcast mache. Und habe schon gesagt, wenn ich heute ein

Unternehmen gründen würde, dann würde ich es gerne mehr Social DNA nennen, sondern Algorithmic DNA. Weil, was wir so ein bisschen beobachten, ist, dass zum Beispiel auch ein Spotify wird mehr zur Social Media Plattform. Und Netflix bringt jetzt auch so eine TikTok-artige App raus. Und auf der gleichen Seite wird Instagram und TikTok mehr wie Netflix, weil es mehr wie Entertainment gesehen wird. Das heißt, im Zukunft, und alle arbeiten mit Empfehlungsalgorithmen. Und das heißt, ich finde es in Zukunft eigentlich sehr, sehr spannend, mich sozusagen auf das Thema Algorithmus zu

konzentrieren. Weil da steckt ja dann auch noch AI noch mehr drin. Weil dann wärst du quasi eine AI Social Media Agentur und bist dann auch nicht nur begrenzt auf die großen Social Media Plattformen, sondern auch auf die weiteren, die da eben auch noch kommen oder sich entwickeln. Sehr spannend. Das glaube ich teilen wir inhaltlich komplett. Also das ist, ich glaube der Algorithmus ist auch der Mittelpunkt von allem. Social Media oder KI, alles fließt hier irgendwie zusammen. Und das zu verstehen und da die richtigen Hebel zu kennen und auch betätigen zu können,

ist glaube ich schon sehr entscheidend. Deswegen sehr, sehr spannend. Dann lass uns gerne zu unserem Special Part kommen, Sätze vervollständigen. Das bedeutet, wir fangen abwechselnd an, dass wir einen Satz beginnen und du darfst ihn einfach beenden. Bist du bereit? Ich bin bereit, ich versuch's mal. Du darfst dir da auch gerne Zeit lassen, um Antworten zu finden. Hype entsteht im Agenturmarkt, wenn? Wenn Bauchgefühl, weil direkt FOMO entsteht, also Fear of Missing Out, dann entsteht ein riesen Hype, wenn irgendwas Großes am Horizont da angeblich Umwälzungen

vorantreiben wird, die man aber auch noch nicht so richtig fasten kann und dann drehen sie alle durch und sagen, wir müssen jetzt ins Metaverse investieren oder in KI und fünf Jahre später wird das Metaverse dann beendet. Agenturen gewinnen Pricing Power, wenn? Sie klar positioniert sind und innovativ sind. Der größte Denkfehler im Umgang mit Social Media und Plattformen ist? Dass es ganz leicht wäre. Die Zukunft starke Agenturen liegt für mich in? Der Integration von KI und dem perfekten Zusammenspiel zwischen Mensch und KI. Die nächste Social Media Show kommt am? Dienstag um

sieben Uhr, jede Woche. Wunderbar. Damit habt ihr perfekt den Time. Wir sagen vielen, vielen lieben Dank. Das war sehr lehrreich, sehr viele schöne Insights und ich glaube, jeder kann da so ein bisschen was mitnehmen. Deswegen vielen, vielen Dank, dass du bei uns warst, dass du dir die Zeit genommen hast und wir hoffen, dass vielleicht auch ein paar mehr jetzt am nächsten Dienstag pünktlich um sieben Uhr dann bei den nächsten News mit dabei sind. Das würde mich sehr freuen und ich habe es nur im Vorgespräch gesagt, aber euch noch nicht. Also ich kannte den Podcast ja auch schon vorher, bevor ich mich eingeladen habe und hatte

schon ein paar Golden Nuggets gefunden zu verschiedenen Themen und die mir schon angehört und deswegen hat es mich sehr gefreut, dabei sein zu können und ihr macht einen geilen Job. Weiter so. Vielen Dank Nemo. An der Stelle, wenn du schon Werbung für uns machst, können wir auch Werbung für dich machen. Du darfst gerne noch mal kurz deinen neuen Podcast vorstellen, wenn du möchtest. Ja, sehr gerne. Also seit, ich glaube, jetzt vier Wochen habe ich mit der Verena Gründel von der DMEXCO, da habe ich mich sehr gefreut, dass ich das jetzt mit ihr gemeinsam machen kann. Das heißt, immer zeitgleich mit Erscheinen der Social Media

Show auf LinkedIn, die sind fünf bis zehn News, erscheint dann auch der Videopodcast überall, wo es Podcasts gibt, wo wir drei der News uns raussuchen und die einfach noch mal tiefgreifender besprechen. Das heißt, was bedeutet das konkret für Marketingentscheider? Wie ist das einzuordnen?

Also genau das, was ihr vorhin auch im Gespräch gesagt habt, dieser Filter, was ist da jetzt besonders relevant, der ist eigentlich dieser Podcast, weil da die relevantesten drei News besprochen werden in der Tiefe und das Tolle ist einerseits aus dieser Agenturperspektive, aber auch durch die Verena Gründel. Er ist immer in einer tollen Tiefe auch auseinandergenommen, die ICI News, was das eben auch für die Unternehmensbrille bedeutet. Sehr gut, wir werden reinhören. Ja und hoffen, dass in Zukunft unsere Cover nebeneinanderstehen im Algorithmus.

Werden so geil und genau fünf Sterne geben, ist auch immer wichtig. Ich glaube, du hast dir auch ein paar Golden Nuggets verteilt, bei mir auf jeden Fall, mein Hirn rattert schon. Und wir freuen uns auf alle, die das nächste Mal wieder einschalten. So ist es. Dankeschön. Bis dahin, ciao ciao.

Auch auf
Datum 11 Mai 2026
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