Weniger Ego, mehr Gespräch – wie echte Markenarbeit und Agenturen vom Dialog profitieren können!
In der neuen Episode von Agency Life Deutschland sprechen Chris und Jona mit Benjamin Reis – Gründer der Agentur kreativbox und Mitinitiator des größten Social-Media-Events für den Mittelstand im Rhein-Main-Gebiet.
Er teilt mit uns, warum für ihn Markenarbeit mit Zuhören beginnt und weshalb auch Agenturen mehr erreichen könnten, wenn sie offener miteinander sprechen, statt sich gegenseitig zu übertrumpfen.
🎧 Jetzt reinhören!
In dieser Folge live auf der DMEXCO: Benjamin Reis, Co-Geschäftsführer der Agentur kreativbox, Initiator des größten Social-Media-Events für den Mittelstand im Rhein-Main-Gebiet und jemand, der Marken nicht nur versteht, sondern erlebbar macht. Wir wollen heute mit ihm darüber sprechen, wie man besonders mittelständische Unternehmen strategisch fit für die Zukunft macht, ohne ihnen etwas aufzudrücken, und warum echter Austausch in der Agenturwelt wichtiger ist als gegenseitiges Beäugen.
An dieser Stelle möchten wir euch verraten, worum es uns und unserem Partner Teamleader in diesem Podcast überhaupt geht. Wir laden zu jeder Folge spannende Persönlichkeiten aus der Agenturszene ein. Mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen möchten wir Inspiration und Motivation schaffen. Am Puls der Zeit für die Agenturwelt.
Und genau dort setzt Teamleader mit seiner leistungsstarken Agentursoftware an. Diese hilft bereits über 4.000 Agenturen dabei, Terminfristen einzuhalten, Budgets zu kontrollieren, Gewinnmargen zu steigern, Kapazitäten zu planen und vieles mehr. Damit ihr euch voll und ganz auf eure Kreativität konzentrieren könnt. Von Agenturen für Agenturen. Und los geht’s mit unserer heutigen Folge.
Servus Benjamin, schön, dich hier bei uns in der Box zu haben.
Hi.
Ich starte mal gleich mit dem Brand-Essence-Distiller rein, so wie du dich selbst nennst. Das ist natürlich bei uns aus unserem Vorgespräch hängengeblieben. Was machst du genau?
Genau, also Brand-Essence-Distiller ist so eine Begrifflichkeit, die hat sich Ende letzten Jahres tatsächlich entwickelt, als ich in Österreich war auf so einem Retreat. Da hatten wir so drüber gesprochen: Was machst du eigentlich, Benjamin oder Benny, was machst du eigentlich? Und da habe ich so ein bisschen erklärt: Ich gehe bei den Marken wirklich ganz tief rein, versuche in die internen Prozesse reinzuschauen, die Menschen zu verstehen, die Organisation zu verstehen und dann wirklich das rauszukitzeln, was eine Marke ausmacht. Und da haben wir so ein bisschen drüber gequatscht und dann kam in der Runde irgendwie hoch: Ja, das ist ja wie beim Destillieren. Du destillierst quasi den letzten Tropfen, ja, der Markenidentität raus. Und da habe ich dann irgendwie gesagt, ja, dann könnte man ja sowas wie Brand-Distiller, Brand-Essence-Distiller oder sowas irgendwie als Namen entwickeln für mich, Personal Brand. Und so ist das Ganze entstanden. Ich fand es irgendwie passend, weil ich halt wirklich, wenn wir strategische Markenarbeit machen, wirklich in die Tiefe reingehe und bis zum letzten Tropfen da die Essenzen rauslöse, die ein Unternehmen oder eine Marke ausmachen.
Cool. Genau da wollen wir auch ein bisschen ansetzen bei dir und auch so einen Tick in die Methodik reinschauen. Wie gelingt es dir denn wirklich zu destillieren und wirklich noch so diesen Schritt weiterzugehen, den andere nicht machen?
Ich glaube, ganz wichtig ist dabei zuzuhören. Fragen zu stellen, aber nicht nur auf C-Level-Ebene oder auf Management-Ebene, sondern wirklich auch, wie ich vorhin schon gesagt habe, in die Organisation zu gehen, mit den Menschen zu sprechen, die im Unternehmen arbeiten, die am Unternehmen arbeiten, und sich mit denen auszutauschen, sich Zeit zu nehmen, zuzuhören. Schon auch Fragen zu stellen, die wir natürlich im Kopf haben. Wie fühlst du dich? Wie arbeitest du im Unternehmen? Was macht das Unternehmen aus? Wie sprechen vielleicht auch Kolleginnen über das Unternehmen oder auch Freunde, Bekannte? Und dann hörst du irgendwann so raus, was dann wirklich über das Unternehmen gedacht wird. Zum einen intern, aber auch extern. So gehen wir da eben vor, da nicht irgendwie von außen was aufzuzwingen, was eine Marke vielleicht gar nicht ausmacht.
Was bedeutet in der Hinsicht für dich dann strategischer Markenaufbau oder Markenarbeit mit Haltung statt nur Ästhetik?
Ja, also letztendlich folgt die Ästhetik daraus, aus meiner Sicht. Aber ein Unternehmen zu verstehen, wo die DNA ist, wie die Werte in einem Unternehmen sind, wie die Haltung dann auch ist von Geschäftsführung, aber auch Mitarbeitenden, das herauszuarbeiten, das ist für mich extrem wichtig. So einen Status quo zu haben: Wie steht das Unternehmen? Aber auch dann zu schauen, wie könnte man das Unternehmen in der Zukunft weiterentwickeln? Welche Trends prasseln auf das Unternehmen ein? Wo wollen sie sich hin entwickeln? Welche Ziele stehen auch vor der Tür? Und dann eben zu gucken, wie kann man das ganz einfach zusammenführen. Stand jetzt, Status quo, wo kommt ihr her, wie passt das zur Zukunft? Und das ist für mich auch das Thema, ja, quasi die Haltung herauszuarbeiten, die Werte herauszuarbeiten, bevor man dann wirklich in die Ästhetik geht.
Das ist wahrscheinlich auch gar nicht immer so einfach, oder? Weil nicht jeder sich gleich so dem Ganzen hingibt oder so nah an sich ranlässt.
Absolut. Also das würde ich schon sagen, das ist eine der Herausforderungen. Wir machen ziemlich viele Workshops mit den Mitarbeitenden. Du hast immer, ich nenne es mal, Quertreiber mit dabei, die wirklich mit Formaten nichts anfangen können. Aber ich finde es eigentlich immer ganz geil, so Menschen mit dabei zu haben, die mich dann challenge oder uns als Team challengen, aber auch die Marke vielleicht auch challengen, dann wirklich zu sagen: Okay, aber was denkst du denn jetzt wirklich? Und dann vielleicht die Person auch mal in einer Kaffeepause bei einem Workshop rauszunehmen und zu sagen: Hey, ja, ich stimme dir da vielleicht zu, du bist jetzt gerade so ein bisschen auf Konfrontationskurs, aber trotzdem, was macht es für dich aus? Und dann hört man vielleicht in einem nicht-Workshop-Format, also währenddessen in der Kaffeepause, dann vielleicht auch mal so ein, zwei Worte, die wichtig sind.
Wahrscheinlich sind das sogar mit die wichtigsten Stimmen, weil die ja meistens was zu sagen haben, die dagegen sind. Sie wollen ja eigentlich nur gehört werden, und wahrscheinlich haben sie ja am meisten zu sagen auch zum Thema Haltung.
Ja, absolut. Also das würde ich schon wirklich so bestätigen. Ist dann halt für die anderen Workshop-Teilnehmerinnen und Teilnehmer oft auch eine Challenge, mit so Menschen umzugehen in diesem Workshop. Da muss man dann so ein bisschen moderieren tatsächlich. Aber das ist schon, ich würde sagen, das Allerwichtigste.
Was würdest du denn sagen, was Unternehmen da vielleicht auch schon selbst machen können, bevor sie sich überhaupt so einen tiefen Prozess gönnen?
Das Allerwichtigste ist, sich überhaupt mit der Zukunft auseinanderzusetzen. Es gibt ja viele Studien, Trendreports, Methoden auch, die ein Unternehmer oder eine Unternehmerin jederzeit auch selbst machen kann. Zum Beispiel das Zukunftsinstitut oder Z_punkt, das sind ja beides Zukunftsforschungsunternehmen, die sich mit Megatrends beschäftigen. Ich glaube, da einfach auch mal diese Literatur, die es dazu gibt, auf den Websites anzuschauen und zu schauen: Okay, welche Trends gibt es denn die nächsten Jahre, Jahrzehnte und was tangiert mich als Unternehmen in meiner Branche mit meinen Tätigkeitsfeldern? Sich damit aktiv auseinanderzusetzen, das ist schon der erste Schritt, was jeder Unternehmer oder jede Unternehmerin im Mittelstand einfach machen kann und dann gar keine externe Hilfe vielleicht auch braucht. Aber sich dann daraufhin quasi auch die Themenfelder rauszusuchen, die relevant sind für ein Unternehmen. Weil den einen Trend, der nur für das eine Unternehmen gilt, würde ich jetzt sagen, gibt es so nicht.
Wenn wir dann so ein bisschen bei der Markenidentität und Echtheit weiter reingehen: Du hast ja auch ein paar Side-Events oder Events, die du selber machst. Du darfst sie gerne gleich mal vorstellen. Also wir kennen sie als Creative Climbing und Social Media Unboxed. Und die basieren ja auch darauf, dass der Austausch sehr, sehr wichtig ist, dass du den Austausch fördern willst dadurch. Also pitch uns die beiden Sachen gerne mal.
Genau, dann würde ich da tatsächlich mit dem Creative Climbing mal anfangen. Wir hatten ja auch in den Gesprächen vorab schon mal drüber gesprochen, wie offen ist die Agency-Bubble überhaupt? Lässt man so Konkurrenz zu? Lässt man das Miteinander zu? Und ich würde sagen, durch das Creative Climbing wollen wir auch so ein bisschen den Austausch unter Kreativschaffenden fördern. Deshalb Creative Climbing. Creative, weil wir es einfach geil finden, sich mit anderen Partnern, mit anderen Unternehmen einfach auf Augenhöhe auszutauschen. Jeder hat die gleichen Herausforderungen, jeder hat die gleichen Problemstellungen, jeder hat vielleicht auch die gleichen Lösungsansätze schon, aber keiner weiß vielleicht, was funktioniert oder was nicht funktioniert. Und das Creative Climbing ist als Community-Event, würde ich es jetzt mal bezeichnen, einfach eine sportliche Aktivität, ein cooles Umfeld zu schaffen, wo man auf Augenhöhe miteinander quatschen kann. Das ist für mich auf der Agenturseite so ein erster Schritt, ein Format zu haben, sich über die aktuelle Situation auszutauschen.
Wenn man auf das zweite Event schaut, Social Media Unboxed, dann kommt man wieder eher zu der Thematik Mittelstand. Wir haben uns vor zwei Jahren überlegt, wir hätten gerne ein Event, das unserem Mittelstand in der Region rund um Aschaffenburg so ein bisschen hilft, auch im Social-Media-Bereich einfach die nächste Stufe zu nehmen. Und haben gesagt, hey, wenn ihr da nicht auf Events geht wie jetzt die OMR, die DMEXCO oder wie auch immer, dann müssen wir einfach das Wissen nach Aschaffenburg holen, in den Untermain. Und haben dann gesagt, hey, wir machen ein Social-Media-Event, eine kleine Konferenz, laden den Mittelstand ein und vermitteln einfach das Wissen, das wir haben, das aber auch vielleicht der ein oder andere Partner hat, um dann eben den Mittelstand zu enablen, zu sagen, okay, wir kommen im Social Media einfach weiter, weil es extrem wichtig ist.
Ja, sehr cool. Wie groß ist das inzwischen? Klar, man kann es wahrscheinlich auf Instagram auch ganz gut nachschauen.
Also wir hatten beim ersten Event, das haben wir bei uns im Office gemacht tatsächlich, 80 Besuchende da gehabt. Ich glaube, beim ersten Event hatten wir zehn Speakerinnen und Speaker, aus komplett Deutschland, die da angereist sind. War halt klein, schnuckelig, würde ich jetzt mal sagen. Im Office sehr beengt, Katastrophe, aber geil. Und dann haben wir gedacht, okay, das zweite Jahr müssen wir in eine Location gehen, wo Infrastruktur da ist, wo wir einfach ein bisschen größere Kapazität haben. Und hatten dann in diesem Jahr 150 Personen im Publikum.
Sehr cool. Geile Größe so. Weil uns da auch wieder das Thema Networking extrem wichtig ist. Ich will ein Format haben, wo jetzt nicht 20.000 Menschen rumspringen und du gar nicht die Möglichkeit hast, mit den Leuten wirklich zu quatschen. Und da haben Christopher und ich dann gesagt: Wir brauchen ein Format mit 150 Leuten. Du kannst mit jedem sprechen, wenn du willst, du hast die Zeit, du kannst es machen. Ob es jemand macht, liegt an jedem selbst. Aber du hättest die Möglichkeit und das war uns extrem wichtig.
Ich würde jetzt mal, wenn man die Jahre zurückblickt, schon sagen, dass es vielleicht noch mehr so eine Abwehrhaltung gab. Auch vor allem in Aschaffenburg, da hast du ein paar Agenturen. Dabei hat jeder sein eigenes Süppchen, würde ich jetzt mal sagen, gekocht. Und mittlerweile hast du schon nach den letzten ein, zwei Jahren gemerkt, dass sich die Agenturwelt auch bei uns so ein bisschen öffnet, dass du dich auch mit den anderen Geschäftsführern einfach mal austauschst, mal quatschst, mal auf einen Kaffee triffst und einfach sagst: Hey, wo stehst denn du gerade? Was könnte man vielleicht auch zusammen auf die Beine stellen, um in der Region einfach eine geile Präsenz zu haben, die Region zu stärken? Und das hat sich schon so ein bisschen entwickelt bei uns in der Region. Und darüber hinaus würde ich auch sagen, hat sich das die letzten zwei, drei Jahre allgemein geöffnet. OMR beispielsweise oder jetzt auch letztes Jahr schon die DMEXCO, wo wir uns mit verschiedenen Agenturen auch treffen, austauschen, quatschen, gegenseitig challengen. Definitiv offener geworden.
Wenn wir mal beim Climbing-Event bleiben. Das ist ja auch sehr interessant. Ich habe zu dir gleich gesagt, wo du meintest, hey, komm doch auch mal vorbei: Ich kann das nicht. Und du hast aber geantwortet: Ja, ich auch nicht.
Ja, hat sich gestern wieder bestätigt.
Aber geil, du kommst ja auch hier an mit Blasen an den Fingern. Du gibst alles.
Ja klar, wenn wir es schon machen, dann machen wir es richtig.
Ja, ja. Aber ich fand die Idee gut, weil du gesagt hast, das kann irgendwie jeder. Und das stimmt. Man kann ja unten an der Matte anfangen und so weiter. Also es ist nichts, wo man sagt, okay, ich kann es wirklich nicht, sondern man kann es mal probieren. Das ist, glaube ich, schon etwas. Aktivität miteinander und ich glaube, wer mal so einen Workshop gemacht hat, der irgendwie in Bewegung stattfindet, ist ja alles viel leichter. Du kommst mehr ins Gespräch und so weiter. Wenn du so ein Event machst, ist das dann so, dass die Teilnehmer nicht nur zum Climbing hinkommen und so bouldern quasi, sondern sich auch denken, ja, aber irgendwas wird da schon kommen, weil wir sind ja alle aus der Marketingwelt? Also irgendwas Sales-mäßiges oder so? Wie ist das?
Also wir machen nichts. Tatsächlich haben wir uns dafür entschieden, kein Pitch, gar nichts zu machen. Aus dem Grund, weil wir es beide auch hassen, Christopher und ich. Wir fänden es scheiße, du kommst da hin und dann wirst du zugelabert mit: Hier, wir sind die Geilsten. Ich glaube, es kann nur ehrlich und authentisch sein, wenn du wirklich das machst, wofür du stehst und wie du es dann auch rüberbringst. Und wenn dann irgendwie daraus irgendwann mal was entsteht, weil jemand sagt, hey, die Jungs sind cool, die machen geile Sachen, die sind nett, mit denen kann man gut quatschen, die sind sympathisch, lustig, wir starten mal ein Projekt, dann ist es geil. Aber wenn es nicht so ist, dann ist es halt nicht so. Wir machen es halt auch, weil es uns Spaß macht und wir wollen die Leute zusammenbringen. Und wenn es auch unter den Leuten oder unter den anderen Agenturen dann irgendwie eine Zusammenarbeit gibt, dann ist es so. Dann ist es auch geil. Also dann sagt jeder: Hey, wo habt ihr euch kennengelernt? Creative Climbing Köln. Hammer.
Aber ist das gestern zum Beispiel so gewesen, dass jemand kam und meinte, da kommt jetzt noch was?
Also wir hatten das auch vorher, das ist jetzt Mitte August gewesen, da haben wir so einen kleinen Visionary Table, also so ein Dinner-Event gemacht, in Frankfurt, auch mit 20, 25 ausgewählten Personen. Haben lecker gegessen, haben getrunken, wir haben alles bezahlt. Und dann sind wir so aufgestanden und es ging so die Treppe runter. Und wir haben die ganze Zeit gewartet, also die eine Person meinte: Wir haben die ganze Zeit gewartet, dass ihr jetzt gleich aufsteht und irgendeinen Sales-Pitch macht. Und es kam einfach nichts. Ich so: Ja, was soll man machen? Das ist doch normal, dass da irgendwas kommt. Und ich so: Nee, das ist nicht normal. Das wollen wir einfach nicht. Das haben wir gestern auch wieder so gemacht. Natürlich haben wir die Leute begrüßt und gesagt, hey, wir sind kreativbox, aber jetzt nicht irgendwie da groß drauf eingegangen.
Ja, ist heutzutage gar nicht so einfach. Man denkt, es muss was kommen. Deswegen cool, dass ihr es mal andersrum macht.
Ja, also ich finde, man muss das so machen, wie man selbst das für richtig oder auch für am besten hält und so zieht man es durch. Und wenn jemand ein Problem hat, dann kommt er halt nicht. Ja, aber cool.
Ich glaube, wir sollten mal kooperieren. Agency Life mit Creative Climbing. Weil im Grunde haben wir den gleichen Ansatz.
Ja, also wir sind ja in München.
Dann machen wir es halt mit Partnerinnen und Partnern zusammen, mit denen wir jetzt auch schon länger zusammenarbeiten, und haben gesagt: Pizzen, Brezeln, cooles Format. Es sind wieder viele kreative Menschen in der Stadt, da müssen wir wieder ein Side-Event machen. Und deshalb sind wir da auch am 29. September, Montag, in München zu Gast, auch wieder bouldern und schauen, was da herauskommt. Es haben sich auf jeden Fall coole Menschen angemeldet, wo ich richtig Bock drauf habe, mich mit denen auszutauschen.
Mega. Wie ist denn der Vergleich vielleicht dann zu den Mittelstands-Events? Also wir haben jetzt auch wahrgenommen, wir hatten am Anfang ja auch ein bisschen Respekt vor dem Podcast, ob überhaupt jemand mit uns spricht und wie, hat aber hinten raus alles schön geklappt. Und ich meine, auch wir sitzen hier und können uns schön austauschen. Wie ist es da im Mittelstand bei euren Events? Wird da gerne auch darüber gesprochen, wenn man sagt, hey, ich bin vielleicht noch nicht so weit im Online-Bereich, ich brauche noch Hilfe? Oder ist es da immer eher ein bisschen verhaltener?
Kann ich nicht zu 100 Prozent eine Auskunft drüber geben, weil ich natürlich auch nicht in jedem Gespräch mit dabei bin. Aber was ich immer so raushöre, ist schon, dass sie sich auch untereinander vernetzen und austauschen zu gewissen Themen. Also wenn ich dann immer mal so ein Ohr mit dabei habe. Also ich würde sagen, es ist schon so, dass daraus auf jeden Fall schon einige Partnerschaften entstanden sind in unterschiedlichen Bereichen. Also wir haben beispielsweise Kunden, die in der Reinigungsbranche tätig sind, wo dann einfach der Austausch stattgefunden hat und schon wurde das Unternehmen beispielsweise bei einem anderen Unternehmen beauftragt, die Unterhaltsreinigung zu machen. Also es sind halt so Kleinigkeiten, wo ich sage, auch das ist wichtig, dass man einfach sagt, okay, man spielt sich vielleicht auch in der Region coole Projekte zu, ja, mit Menschen, die man einfach gerne hat. Hört sich blöd an. Aber das ist für mich auch so wichtig, dass da in der Mittelstandsbranche dieses Vernetztsein, dieser Austausch, aufeinander zu vertrauen und dann auch auf die Leistung von anderen zurückzugreifen, extrem wichtig ist. Und das ist schon daraus entstanden, aus den einzelnen Events. Aber wie gesagt, ich kann es nicht zu 100 Prozent beantworten, was da genau zwischen den Einzelnen läuft.
Vielen Dank schon mal für den ganzen Einblick. Wir sind tatsächlich schon gegen Ende. Es geht immer wieder schnell. Aber wir haben noch eine wichtige Abschlussfrage für uns und da geht es ja immer so ein bisschen um die Learnings.
Wenn du es zusammenfassen müsstest: Was müsste sich verändern in der Agenturbranche, damit mehr Zusammenarbeit stattfindet?
Weniger Ego, weniger Neid, mehr Kooperation. Ich glaube, eine allgemeine Offenheit und nicht dieses Verbissensein: Ich muss jetzt diese einzelnen Projekte immer wieder gewinnen und kämpfe da drum und mir ist alles scheißegal. Dass das so ein bisschen abgelegt wird und dass man sich eigentlich auf das fokussieren sollte, wo man stark ist. Und vielleicht auch nicht immer nur der absolute Wachstum im Vordergrund stehen sollte. Man sieht ja immer wieder, dass Agenturen sich zusammenschließen oder dass Agenturen übernommen werden, um noch größer zu sein, noch größer verbunden zu sein, dann wieder die ganz großen Unternehmen zu bekommen. Ich glaube, dass es für mich extrem wichtig ist, eine Nische zu finden, Mittelstand, sich da auszutoben. Und da kann man, glaube ich, auch anderen Agenturen nicht so viel wegnehmen. Und ich finde einfach, man sollte auf Events gehen, auf Branchenevents oder auch auf Marketing-Events, wie auch immer, Networking-Events, sollte sich einfach austauschen, offen sein, sich nicht verschließen. Und das ist, glaube ich, für die Agenturwelt extrem wichtig. Einfach mal alles, was in der Vergangenheit war, hinter sich zu lassen, offen in die Zukunft zu gehen. Das ist so mein Ausgangspunkt dazu.
Du machst gerade Werbung für den Podcast.
Ja, ist ja auch geil.
Nein, aber fürs Creative Climbing, für alles. Ich glaube, das passt sehr gut zusammen.
Ich will auch gar nicht so viel Werbung für unsere Sachen machen. Ich finde es megageil, diesen Austausch jetzt auch im Podcast zu haben. Und ich glaube auch, dass daraus vielleicht auch unter den Podcast-Teilnehmenden was entsteht. Dass man einfach sagt: Hey, lass doch einfach mal zusammenkommen, mal einen Abend zusammen verbringen, sich austauschen. Wie gesagt, jeder steht vor der gleichen Challenge jeden Tag in der Agenturwelt. Und jeder muss mit den gleichen Dingen kämpfen. Und ich glaube, da kann man so krass viel voneinander lernen, dass jeder nur besser werden kann. Und dann haben wir alle mehr. Da verdient jeder mehr. Wenn du die kleinen Dinge ausmerzt, dann hat jeder schon mehr und dann kann jeder glücklich sein. Und das ist für mich das Wichtigste.
Zu 100 Prozent. Vielen Dank, dass du uns heute etwas Mehrwert gegeben hast in deiner Blickweise und deinen Insights, deinen Erfahrungen.
Absolut. Und ich glaube, ein schöneres Schlusswort hätten wir nicht hingekriegt. Das war wunderbar. Dementsprechend Dankeschön auch von meiner Seite.
Danke euch.
Danke nochmal an die Zuhörer wie immer. Wenn euch gefällt, was wir hier machen, könnt ihr uns gerne wie immer folgen und uns abonnieren auf der Plattform eurer Wahl. Und verknüpft euch auch mit Benjamin auf LinkedIn. Du wirst wahrscheinlich die Events auch ankündigen und so weiter.
Genau. Auf LinkedIn bei mir persönlich natürlich vorbeischauen oder bei uns kreativbox auf Instagram. Da gibt es alle Insights zu uns, zur Agentur. Einfach vorbeischauen.
Wir hauen alles in die Show Notes.
Wollte ich gerade sagen. Du wirst gefunden.
Hoffentlich.
Alles klar. Vielen Dank.
Danke dir.
Danke euch. Ciao.
Ciao.