Audiencly - eine der “Big Player Agencies” im Influencer Marketing
Wie entwickelt sich das Influencer Marketing in einer zunehmend internationalen und digitalen Welt? In der Auftaktfolge spricht Adrian Kotowski, Gründer von Audiencly, über seine beeindruckende Reise vom Start mit nur 500 Euro bis hin zur Übernahme durch die Flexion-Gruppe. Er verrät, welche KPIs im Influencer Marketing entscheidend sind und wie man in einem dynamischen Markt langfristig erfolgreich bleibt. Hört rein für spannende Einblicke in die Zukunft des Influencer Marketings!
Musik. Mit 500 Euro Startkapital zur eigenen Influencer Agentur, die weltweit agiert. Adrian Kotowski erzählt uns heute, wie er vom Schüler als Gamer die ersten Kontaktpunkte mit dem spannenden Thema Influencer Marketing gesammelt hat und von dort aus über die letzten sechs Jahre eine Firma aufgebaut hat, die in tatsächlich allen Zeitzonen dieser Welt verfügbar ist und internationale Kampagnen rund um das Thema Influencer Marketing fährt.
Schaltet ein, wenn wir heute in der ersten Episode unserer vierten Staffel reinstarten und mit einer super spannenden Persönlichkeit über den Aufbau der Agentur, Herausforderungen und Learnings sprechen. Bevor wir mit der heutigen Folge starten, möchten wir euch zunächst erklären, worum es uns und unserem Partner Teamleader in diesem Podcast überhaupt geht. Wir laden in jeder Folge spannende Persönlichkeiten aus der deutschen Agenturszene ein, die mit
ihren Erfahrungen und ihrem Wissen andere Agenturen inspirieren und motivieren möchten. Und genau dort setzt Teamleader mit seiner leistungsstarken Agentursoftware an. Diese hilft bereits über 4.000 Agenturen dabei, Timings einzuhalten, Budgets zu kontrollieren, Gewinnmargen zu steigern, Kapazitäten zu planen und vieles mehr, damit ihr euch voll und ganz auf eure Kreativität konzentrieren könnt. Von Agenturen für Agenturen und los geht's mit unserer heutigen Folge.
Hallo und herzlich willkommen bei einer neuen Folge Agency Life Deutschland bei Teamleader.
Heute haben wir einen ganz besonderen Gast, Adrian Kotowski, Gründer von Audiencly. Adrian, vielen Dank, dass du heute bei uns bist. Wir freuen uns sehr auf diesen Podcast. Danke für die Einladung. Ja, auch willkommen von meiner Seite, wir freuen uns wirklich sehr, dass du da bist.
Ich starte jetzt gleich mal rein mit ein, zwei Buzzwords. Disney, Air Up, Emma Sleep. Cooler Teaser wahrscheinlich, aber jetzt ist erstmal die Frage, kannst du dich vielleicht einmal ganz kurz und knapp vorstellen? Und danach würde ich eigentlich mitfragen:
Sehr gerne. Also ich bin Adrian, der stolze Gründer und Geschäftsführer von Audiencly. Und was Audiencly macht, ist Influencer Marketing für Games und E-Commerce Kunden auf der ganzen Welt. Wir helfen unseren Kunden und Brands, Influencer weltweit einzubuchen, Influencer Kampagnen zu launchen auf allen vier Plattformen. Das heißt, für uns sind die vier Major Plattformen
YouTube, Instagram, Twitch und TikTok. Und das machen wir seit 2018 sehr erfolgreich, sind jetzt zum Team von 45 Leuten gewachsen und haben dieses Thema Internationalisierung eben sehr weit in den Fokus gebracht. Das heißt, wenn ein deutscher Kunde zum Beispiel über See in den USA Influencer Kampagnen machen möchte, können wir das für den umsetzen und das ist so ein bisschen unser Approach. Jetzt wissen nämlich unsere Zuhörerinnen auch, warum wir gesagt haben, ein ganz besonderer
Gast, weil wir hatten bis jetzt noch niemanden aus dem Influencer Marketing, also so extrem spezialisiert. Wenn man ehrlich ist, sechs Jahre, so lang ist das noch nicht. Wir sehen ja auch, du bist nicht der Älteste, sondern du gehörst zu den Jüngeren. Also daher super spannend. Wir haben ja auch erfahren, dass du, ich glaube, nach dem Abi direkt mit 500 Euro Startkapital Audiencly gegründet hast.
Wie waren so die ersten Jahre? Also was waren die größten Herausforderungen? Und wie bist du überhaupt darauf, also eigentlich ist das die erste Frage, wie bist du überhaupt darauf gekommen, gleich nach dem Abi so zu starten?
Ja, das ist so etwas länger, ich muss da ein bisschen weiter ausholen, aber recht spannend eigentlich, weil das Ganze hat schon vor der Gründung natürlich angefangen. Also während der Schulzeit habe ich viel gezockt, ich komme ursprünglich aus dem Gaming Bereich und habe da Leute kennengelernt, die das auch recht professionell gemacht haben. Und die haben dieses Hobby, das Spielen von Counter Strike, Call of Duty, eben genutzt, das für ihre Karriere so ein Stück weit zu nutzen, haben Videos produziert und waren dann 2015, 2016 so eine
Art Influencer, auch wenn man es damals gar nicht so genannt hat. Die haben Content produziert, die haben mehrere Zehntausend bis Hunderttausend Aufrufe erreicht und das war natürlich schon sehr beeindruckend. Ich quasi war mit denen im Kontakt, hatte auch immer so ein Stück weit einen Entrepreneurial Spirit in mir, wollte immer etwas machen, habe dann so eine Website gelauncht, die sich auf Raffles fokussiert hat und ich habe mir eben überlegt, wie schaffe ich es jetzt,
dass Leute meine Website kennen und diese auch benutzen? Und habe dann mit den Kollegen gesprochen, weil man ja sowieso den ganzen Tag im TeamSpeak damals noch war und gesprochen hat. Und die haben das einfach mal beworben in einem der YouTube Videos und innerhalb von wenigen Sekunden bis Minuten, wo dieses Video online war, mit dem Tracking Link in der Videobeschreibung, kamen Tausende von Usern. Und ab diesem Punkt habe ich so wirklich gemerkt, da ist richtig Power hinter. Und was total als Influencer Marketing bekannt war, kannte damals kaum jemand und
wurde nicht wirklich praktiziert. Das waren so die ersten Schritte, wo ich gemerkt habe, schon während der Schulzeit, da ist was, was viele Brands nutzen könnten, aber gar nicht wissen, dass es existiert. Und so ging das dann weiter, während der Schulzeit so ein Stück weit als Freelancer für einige Brands, auch für eigene Projekte vorzugsweise. Und dann nach dem Abi habe ich mir gesagt, ich könnte jetzt den traditionellen Weg des Studiums gehen oder ich riskiere mal was.
Und so bin ich eben mit den 500 Euro Startkapital losgewandert, habe die UG gegründet und so beginnt die Journey eigentlich von Audiencly und hat sich als die richtige Entscheidung herauskristallisiert. Es ist saucool, also saucool und sauspannend, dass du vor allem aus so einem eigenen Umfeld quasi gemerkt hast, was da so möglich ist. Also deswegen super spannend. Und wie waren dann so die ersten Jahre? Also wie ich schon gesagt habe, was waren die größten Herausforderungen
in den ersten Jahren, wenn man sich da als junger Kerl selbstständig macht, gleich nach dem Abi, vielleicht nicht ganz so viel wie andere BWL Vorwissen hat, sondern eigentlich wahrscheinlich fachlich sehr gut ist. Wie sind so die ersten Jahre in der Selbstständigkeit?
Ja, herausfordernd natürlich, aber das war es mir wert. Also ich wollte auch die Herausforderung so ein Stück weit. Und natürlich, man hat keine Erfahrung, wie man eine Firma leitet, wie man Mitarbeiter einstellt, wie man die führt. Das musste ich mir alles selbst beibringen. Ich habe mir sehr viel durch YouTube beigebracht, einfach durch, ich sage mal so Coaches, durch Seminare, TED Talks, ich habe viel gelesen und mir versucht, Vorbilder zu suchen, die das eben schon richtig machen und mir davon viel abgeschaut. Und dann war es eigentlich
Learning by Doing. Und so ging es die ersten Steps lang. Am Anfang waren wir ja auch in dem Gaming Bereich. Dann wollten wir plötzlich skalieren und das Thema Skalierung bringt natürlich so viele Themen nochmal mit auf sich. Wie machen wir das? Wie gehen wir das an? Auch vor allem in diesem internationalen Aspekt. Also komischerweise, obwohl ich jetzt in Deutschland saß und die Agentur in Deutschland gegründet wurde, waren die ersten Kampagnen in den USA. Und deswegen ist das wahrscheinlich auch der Background, warum wir heutzutage so stark
in den USA vertreten sind und da die Kampagnen umsetzen, im Vergleich zu dem deutschen oder europäischen Markt. Aber da habe ich eben auch schon gemerkt, da ist etwas, das muss man nutzen, das ist spannend, da ist auch eine Power für Kunden. Und somit sind wir auch recht früh ein bisschen weiter aus diesem Gaming Bereich heraus expandiert und haben gesagt, genau dasselbe können wir für E-Commerce Kunden auch umsetzen. Das hindert uns nicht daran und das funktioniert. Der Return, den die Brands gesehen haben, das war unglaublich.
Und ich meine, damals, damals sage ich schon, damals 2018, 2019 hat man auch ganz andere CPMs gezahlt und von daher war das Interesse immer stetig wachsend auf der Kundenseite. Das hat natürlich uns all die Jahre gut geholfen, weiter als Agentur zu wachsen, weil das Thema Influencer Marketing immer bekannter und immer relevanter wurde. Ich meine, ich glaube, selbst jetzt sind wir noch lange nicht am Peak angekommen, dass die Brands merken, Influencer Marketing ist ein wichtiges Thema und muss in der gesamten Marketing Strategie beachtet werden. Und so
ging das dann los. Marvin war mein erster richtiger Mitarbeiter, quasi mit dem habe ich das zusammen in einem 15 Quadratmeter Büro tagein, tagaus gemacht, bis wir dann die ersten Freelancer international gehired haben. Also wir hatten schon immer einen recht internationalen Approach und dann ging es Ende 2019 auch schon in unser Großraumbüro in Düsseldorf, wo wir dann auch gesagt haben, wir sitzen hier gerade, sag ich mal, zu zweit vor Ort in einem Büro, wo eigentlich 20 Leute sitzen können. Das ist ein bisschen überproportioniert,
aber genauso war unser Approach. Wir haben gesagt, jetzt müssen wir eben hiren. Wir haben das Büro an uns gekettet und dann haben wir es auch gemacht. Und am Anfang sicherlich auch viele Fehler gemacht, viele falsche Leute eingestellt, einfach weil man gesagt hat, der Gegenüber ist mir sympathisch, der wird das schon gut machen. Und jetzt haben wir natürlich daraus auch sehr viel gelernt innerhalb der sechs Jahre dann. Und ja, das war so ein bisschen die Anfangsstory von Audiencly.
Superspannend und viele Parallelen, die glaube ich jeder, der eine Agentur leitet, kennt. Voll. Und dann ging es ja auch ins Ausland, also da ist ja auch angesprochen, gerade ist bei euch so die Internationalisierung noch ziemlich im Zentrum. Wie ist es da, was sind da so die größten Herausforderungen oder ist es vielleicht sogar vom Stresslevel eine Parallele zum Anfang oder hast du auch das Gefühl, du kannst gerade so ein bisschen entspannt an
die Sache rangehen?
Also, man muss glaube ich, wenn man sich die komplette Journey mal anschaut, auch sagen, da war viel Glück dabei. Denn genau in diesem Bereich, also ich würde es nicht preisen oder loben, aber Corona kam halt eben dann und das hat uns so ein bisschen in unserer Remote Strategy, die wir sowieso vorher gefahren sind, gut in die Karten gespielt, weil wir von vornherein gesagt haben, klar wollen wir ein Office haben, Düsseldorf, cooles Office, coole Location, coole Leute, die auch da Tag für Tag an ihrer Passion arbeiten und in dem Bereich, wo sie
einfach Spaß haben. Aber darüber hinaus wollen wir uns nicht nur auf diese Location beschränken. Deswegen haben wir gesagt, wir wollen die Key Player weltweit hiren und nicht nur in den Städten, wo wir aktiv sind. Und somit haben wir recht schnell dann Leute in Lateinamerika, die extrem krasse Netzwerke haben und richtig gut in dem Business sind, oder in Kanada, in der UK, in der Türkei, in Budapest und so weiter gefunden. Und das ist natürlich eine Challenge, wenn man das alles organisieren möchte, war es uns aber auch wert, weil das ist
auch ein Stück weit unser USP. Wir sind auf allen Zeitzonen, in allen Zeitzonen vertreten und können dementsprechend weltweite Kampagnen umsetzen. Wir haben dieses Markt Know how und das war uns wichtig, weil wir gemerkt haben, die Kunden wollen das. Und da kamen natürlich viele Challenges, wie man damit umgeht, wie man auch die Leute so ein Stück weit monitoren kann, wenn die nicht nebeneinander sitzen. Aber da muss man halt auch selbst irgendwie als Leader merken, Vertrauen in die Mitarbeiter und nicht alles versuchen zu managen, sondern auch mal dem Mitarbeiter selbst die
Verantwortung zu überlassen. Und das fällt einem, glaube ich, als Geschäftsführer, selbst wenn man das von klein auf gegründet hat, ein bisschen schwer, ist aber ein gutes Learning für die Zukunft, weil so kann man weiter hochskalieren. Klar, da muss man sein Ego immer ein bisschen in den Hintergrund stellen oder daran arbeiten. Kennt man gut. Weil du Challenges gesagt hast, ich glaube, oder wir glauben, eine der größten Challenges ist ja auch, einen positiven Return on Investment im Influencer Marketing zu erzielen. Und wir wissen ja auch so ein bisschen, dass ihr da sehr kennzahlenorientiert
arbeitet. Was sind so die größten KPIs oder die wichtigsten KPIs für euch, wirklich sicherzustellen, dass die Qualität und die Ergebnisse erzielt werden? Da muss ich einmal kurz reingrätschen. Wir sehen dich ja per Video. Steht hinter dir auf dem Poster KPI? Das stimmt, ja. Da steht KPI und da steht Workflow. Weil es eben so wichtige Themen sind, muss man da jeden Tag daran erinnert werden. Genial. Danke für die Unterbrechung. Das war eine sehr schöne Hinführung. Die hätte ich mir auch einfallen können, weil ich habe schon die ganze Zeit geschaut, was das andere ist, was dahinter
steht. Kommen wir zurück zur Frage. Also was sind so die wichtigsten KPIs, damit ihr einen positiven Return on Investment sicherstellen könnt beziehungsweise an den KPIs, an denen ihr arbeiten müsst, um ihn sicherzustellen? Also generell bei Influencer Marketing gibt es einfach so viele Dinge, die man beachten muss. Und das erzählen wir auch bei jedem Anfangsgespräch mit neuen Kunden oder interessierten Kunden, dass man bei so vielen Zwischensteps die richtigen Stellschrauben drehen muss, welche das Ergebnis dann am Ende auch beeinflussen. Und wir wollen es natürlich in
eine positive Richtung beeinflussen. Und da ist natürlich wichtig, wie sieht die Pricing Struktur aus? Welchen Deal verhandelt man mit den Influencern aus? Ist es ein hybridisierter CPM Deal? So ein bisschen, dass man auf die Performance eingeht und nicht einfach nur Flat Fees zahlt und dann hofft, dass ein gutes Ergebnis dabei rauskommt. Das kann man nicht vermeiden. Also wir machen auch Kampagnen, wo Flat Fees nur gezahlt werden, einfach weil die Relevanz der Creator oder die Art der Creator, die man bucht, es nicht anders zulassen. Das habe ich auch noch nicht erwähnt, aber wir
fokussieren uns wirklich auf die Mid to Top Tier Creator, also wirklich die Großen der Großen. Und das ist natürlich dann ein spannendes Segment, weil man so eine breite Masse an Leuten erreicht. Und die Pricing Struktur ist das eine. Dann natürlich bei dem Ablauf der Kampagne. Wie sieht das Endformat überhaupt aus? Wie ist es strukturiert? Von wie vielen Einheiten reden wir überhaupt? Wie sieht das Format aus? Wie viele Call to Actions et cetera. Und das beeinflusst dann natürlich am Ende auch die Conversion, was der nächste sehr relevante KPI ist. Wie konvertieren die Leute überhaupt auf dann die
Landingpage oder auf das Spiel oder auf den Shop des jeweiligen Kunden, wo wir die User dann auch hinführen wollen? Und dann ist es natürlich eine Frage, da sind wir weniger involviert, wie gut ist das A B getestet? Wie gut ist die Conversion der Landingpage überhaupt? Was ist das Offering? Da können wir die Kunden natürlich bei beraten und unterstützen, weil wir natürlich auch gute Erfahrungswerte haben. Ich meine, der Grund, warum Brands mit Agenturen zusammenarbeiten ist, die arbeiten nicht nur an einer Kampagne, sondern an 35 Brands gleichzeitig, haben mehr Insights von
diesen Kampagnen und wissen, was performt gut, was performt schlecht. Und somit, sage ich mal, alleine durch die Richtigstellung der Promotions, die man da macht, und den besseren Return ist die Agenturmarge schon wieder beglichen für den Kunden. Also lohnt es sich da auch reinzugehen. Und dann natürlich am Ende des Tages, es ist schön, wenn wir viel Awareness gesammelt haben, viele Impressions, das tracken wir natürlich auch. Aber worum geht es? Es geht um die Performance. Das heißt, es müssen Installs resultieren, es müssen neue User generiert werden, die resultieren,
die dann wieder durch neue Newsletter oder durch Follow up Aktionen von der Brand eingesammelt werden. Weil anders als vielleicht bei anderen Marketing Strategien geht es nicht nur darum, kurz einen Puls zu setzen, sondern du hast oft Always on Kampagnen, du hast für Aktionen Influencer Kampagnen und da sehen wir wirklich nach zwei Jahren, kommen immer noch User, ich rede auch mal von Usern, aber Kunden, die über diese Links einkaufen, wenn wir jetzt bei so einem YouTube Video sind, weil es einfach deutlich langlebiger ist. Und das ist natürlich
enorm spannend für einen Kunden, weil wir uns nicht nur die nächsten 30 Tage angucken, sondern eigentlich über einen sehr langen Zeitraum. Und dann gibt es sehr, sehr positiv überraschende Ergebnisse, was dann die Anzahl der Kunden angeht oder auch die Verkäufe generell. Wenn ich noch eine Zwischenfrage stellen darf, wie stellt ihr sowas sicher mit den Kennzahlen? Weil wir wissen ja heutzutage, alles ist ein bisschen schwierig, alles zu tracken und so weiter. Und wenn du jetzt gerade schon sagst, im YouTube Video ist noch ein Link drin und es wird später angeklickt, dann
sind wir ja oftmals in diesen, sag ich mal, Conversion Trackings nicht mehr drin. Das heißt, es wird dann wahrscheinlich über den Link gehen, über einen UTM Parameter und so weiter. Trackt ihr das dann oder die Kunden? Oder beides? Das tracken die Kunden. Also wir haben natürlich auch die Möglichkeit, aber klar, wir wissen alle, wie die Kunden sind. Die wollen diese Daten natürlich bei sich liegen haben. Aber vollkommen richtig so, wäre, glaube ich, ein Fehler, wenn die es nicht so machen. Und dann besprechen wir die Ergebnisse dann zusammen, schauen, wie hat sich das Ganze dann
resultiert. Und alles muss trackbar sein. Das heißt, bei Video Integrationen, wenn wir jetzt von der YouTube Install Kampagne reden, sind Tracking Links eingebettet. Bei Instagram Storys, du swipest hoch, du klickst drauf, es sind Tracking Links dahinter. Bei Twitch Kampagnen und genauso im TikTok, da war es am Anfang ein bisschen anders, weil es nicht erlaubt war, Tracking Links zu hinterlegen. Das haben sie mittlerweile auch geändert, Gott sei Dank. Und von daher, es muss trackbar sein, sonst macht es keinen Sinn. Cool, danke. Ich mache jetzt noch mal einen kleinen Sprung. Du hattest
ja ganz grob, glaube ich, angeschnitten, dass ihr seit 2022, korrigiere mich gerne, Teil der Flexion Gruppe seid. Stimmt es soweit? Stimmt. Wunderbar. Jetzt hattest du ja schon gesagt, auch eine spannende Zeit. Was hat sich nach dieser Übernahme, nach diesem Wechsel eigentlich geändert bei euch als Agentur? Viel und wenig gleichzeitig. Also ich hole da auch noch mal gerne ein bisschen aus, weil warum haben wir uns überhaupt dazu entschieden? Das war ein sehr langer Prozess. Allein mit der Flexion Gruppe haben wir über ein Jahr geredet, verhandelt, Due Diligence durchgeführt und so
weiter. Der ganze spaßige Prozess. Und wir haben halt einfach recht früh gemerkt, dass Konsolidierung ein großes Thema ist. Es gibt immer mehr kleine Player, die versuchen, kleine Kampagnen umzusetzen oder Creator auch exklusiv in deren Management einzuhegen. Und das wird irgendwann gegen eine große Konsolidierung verlaufen. Und da wollten wir recht früh vorne dabei sein und haben uns gesagt, wir wollen in diesem Riesenmeer nicht der kleine Fisch sein, der am Ende gefressen wird, sondern der Wal sein, der die anderen frisst. Und dafür braucht man eben einen starken Partner, auch so
stabil dazustehen, diese Wachstumsmöglichkeiten zu haben. Und da kommt Flexion eben ins Spiel. Kurz zu dem, was die machen. Die machen Mobile App Distribution. Das heißt, alles, was in alternative App Stores geht, das ist alles außerhalb von Apple und Google. Das ist der Huawei App Store, Amazon Appstore, Samsung Store und so weiter. Da gibt es echt recht viele, wovon die meisten gar nicht wissen. Ist aber ein Riesenmarkt. Und da machen die eben die Mobile App Distribution für. Und wie wir da jetzt reinpassen, ist eben, dass User Acquisition ja
ein Riesenthema für Mobile Apps ist. Und wir helfen eben mit unserem Influencer Marketing dann diese passenden User zu erreichen und einzusammeln. Und das ist ein Teil von Audiencly. Aber natürlich fokussieren wir uns auch auf E-Commerce Kunden und alles außerhalb von Gaming, was recht spannend ist. Und genau, 2022 kam es dann endlich zum Abschluss und zu der Acquisition. Wobei man sagen muss, das war eher so ein Swap. Weil klar haben wir die Beteiligung oder die Shares der Audiencly in die Gruppe gegeben oder verkauft, haben im Gegenzug aber dann Shares der Gruppe bekommen. Das heißt,
immer noch Teilhabe. Diesmal von einem größeren Konstrukt, welches auch börsennotiert ist. Was eben nochmal für mich eine recht spannende Challenge ist. Und seitdem haben die uns natürlich supported und geholfen, eben ein stabileres Business aufzubauen. Das heißt Themen wie HR und Finance, wo die schon interne Teams haben und wo ich mich vielleicht auch weniger darauf konzentrieren will, weil ich will mich darauf fokussieren, als CEO das Geschäft zu wachsen und nicht wie wir jetzt vielleicht unsere Recruitment Strategie oder HR angehen. Genauso
wie bei den Finanzthemen. Da möchte ich einen Kopf frei haben und nicht nur mich darauf fokussieren müssen. Bezahlung unserer Kunden, wie ist deren Zahlungsmoral, unser Cashflow. Wichtige Themen und ich meine, das habe ich viele Jahre auch federführend da geleitet bei Audiencly. Aber Fokus sollte sein, wie schaffen wir es als Number One Influencer Marketing Agentur dazustehen. Und das ist schon von Anfang an unsere Mission und Vision. Und die Hilfe von Flexion hilft uns dabei, das zu erreichen. Ich glaube, ein Traum, ein absoluter Traum ist, genau um das zu können,
was einem am meisten Spaß macht. Beziehungsweise warum man das eigentlich gegründet hat. Also wenn es wirklich um die Fähigkeiten geht, im Influencer Marketing wirklich die Nummer eins zu werden. Deswegen die Frage, seid ihr die Nummer eins? Wir arbeiten daran. Das ist natürlich auch immer schwer zu sagen im Vergleich, woran misst man das? Misst man das an Mitarbeiterzahlen, misst man das an Umsatz, an Profit am Ende des Tages? Wir sind auf einem guten Weg dahin zu kommen und geben natürlich auch alles. Und dafür haben wir sehr viele wichtige Fundamente gelegt, das Team super
aufgebaut. Wir haben einen geilen Kundenstamm. Wir haben auch das, worum es geht, Influencer Marketing, auch so gut optimiert, dass wir es jetzt optimieren, Influencer Marketing, weil es wirklich komplex ist und nochmal anders als die meisten Agenturen das umsetzen. Und von daher, wir sind dran. Sehr cool. Also man merkt auf jeden Fall, du bist sehr zielorientiert. Du hast immer deine Vision, Mission, auch die Kennzahlen vorher. Also da sieht man schon, das ist sehr zielstrebig. Wenn wir wieder einen Schritt in eine andere Richtung von eurem Bereich gehen,
das heißt Pricing, Geschäftsmodell, wie ist es da bei euch? Du musst natürlich nicht zu sehr ins Detail gehen, aber geht ihr eher auf Stundenbezahlung oder eher auf Ergebnisbezahlung letztendlich, also in dem Pricing Modell gegenüber euren Kunden? Also Stunden machen wir gar nicht. Wir sind keine Anwaltskanzlei und deswegen wollen wir uns davon fernhalten, sondern wir haben eine Marge an den dann wirklich verbuchten und gebuchten und live gehenden Videos und Promotions. Das heißt auch, wir übernehmen die gesamte Planungsstrategie, das Pitching und wenn ab dem Punkt auch nichts
mehr passiert, dann ist das unser Problem mehr oder weniger. Da hat der Kunde Pech gehabt und eine coole Strategie ausgearbeitet und wenn es aber aus irgendeinem Grund nicht dazu kommt, dass Influencer wirklich gebucht werden, dann stellen wir auch keine Rechnung aus. Das ist ganz cool, weil man da mit Kunden in Gespräche kommt, auch mal sieht, was haben die vorher gemacht. Das sind wieder neue Insights, die uns bei allen anderen Kampagnen helfen. Die wissen dann, was bei denen gut funktioniert, bei uns schlecht. Aber erst wenn es zu einer Buchung kommt, haben wir eine Marge auf die finalisierte
Kampagne und so machen wir dann letztendlich Geld. Sehr interessant, also das heißt, ihr habt einfach die Shares quasi auch riskant. Erst beim Neuaufbau, also ich meine, so als Agentur nicht gleich zu wissen, okay, habe ich monatlich das und das, sondern einfach da muss man auch ein bisschen Risiko gehen. Definitiv und ich glaube aber auch, dass das, das macht es ein bisschen schwerer vielleicht, ist aber dann unser USP gewesen zu Beginn, weil ja, das vielleicht lukrativer auch für neue Startups oder für Growing Brands war, die schnell skalieren wollten. Die wollen natürlich auch nicht sich
fünfstellige Retainer ans Bein binden, unbedingt so eine Influencer Kampagne auszuführen. Von daher, das war vielleicht für den Start recht schwer. Ja, das war noch so der Punkt, gerade halt vom Anfang, weil ich muss mich echt noch mal zurückerinnern. Als ihr gestartet habt, Influencer Marketing, das war ja wahrscheinlich auch, wenn du erstmal an die Leute rangekommen bist, noch nicht super etabliert, oder? Also vielleicht im Gaming Bereich schon mal ein bisschen stärker, aber es war ja schon im Aufbau und das hat dann auch vom Ansatz her spannend, wenn du sagst,
ich muss jetzt als Unternehmen erstmal kein super Risiko reingehen. Ja, es war nicht easy, definitiv und vielleicht war es aber genau zum richtigen Zeitpunkt, weil wir vor dieser Welle, vor dem Ansturm da waren und schon das Netzwerk aufgebaut hatten. Ich meine, man startet nicht, indem man einfach sagt, ich weiß, wie es geht, ich mache es jetzt, sondern du brauchst ja auch die passenden Kontakte, du brauchst den Draht zu den Influencern und wenn du diesen nicht hast, dann kriegst du auch schlechte Preise, heißt die Performance funktioniert nicht. Und da hatten wir
recht Glück, dass wir die richtigen Leute auch gehired haben, die dieses Netzwerk weiter ausgebaut haben. Und ich meine, davon profitieren wir heute von den Dingen, die wir vor sechs Jahren, vor drei Jahren, vor einem Jahr gemacht haben. Und so machen wir es stetig weiter, sodass wir, wenn wir in drei Jahren hier sind, hoffentlich noch weiter den Erfolg feiern können und noch mal weitergewachsen sind. Ich glaube, besser hättest du die Vorlage jetzt nicht schießen können. Wir nähern uns tatsächlich schon langsam dem Ende, stellen am Ende aber einfach gerne noch mal so ein
bisschen die Frage mit dem Blick in die Zukunft und gerne eben auch voll auf deinen Fokusbereich und deinen Expertisebereich runtergebrochen. Jetzt hast du die drei Jahre sogar schon angesprochen. Wo steht denn Influencer Marketing in drei Jahren? Was ändert sich und wo, glaubst du, steht dieses ganze System? Also das Thema Konsolidierung, so wie ich es angesprochen habe, das wird weiter Thema sein. Das heißt große Agenturgruppen oder wer auch immer die Player sein werden in drei Jahren, Managements oder Agenturen aufkaufen, werden versuchen, ein großes Netzwerk, ein Bündel
daraus zu bauen und somit gibt es, sag ich mal, weniger Player auf dem Markt, aber dafür wenige große. Und für die Kleinen wird es dann, glaube ich, etwas schwieriger. Ich meine, man hat es in den letzten zwei Jahren auch gesehen, es sind sehr viele in diesen finanziellen Lagen gescheitert, eben weil es auch ein unsicheres Business ist. Das ist ein schwieriges Business in dem Agenturbereich, wenn man es eben nicht gut und nicht richtig macht. Und ich glaube, das wird weiter anhalten und ich hoffe, wenn wir alles richtig machen, dass wir, sag ich mal, unserem Plan nachkommen. Wir haben
recht ambitionierte Ziele, wir wissen genau, wo wir in drei Jahren stehen wollen und dementsprechend machen wir die richtigen Dinge jeden Tag, um da hinzugelangen. Und ich glaube, es wird sehr spannend sein und wenn wir hier nochmal sitzen sollten in drei Jahren, hoffe ich, darüber erzählen zu können, was für Challenges wir hatten und wie wir die letztendlich gemeistert haben. Also hoffentlich nicht erst in drei Jahren, das wäre uns sehr lieb. Und zum Zweiten, wir kennen es ja auch so ein bisschen, die Leute sagen ja immer, wenn du in so einem neuen Bereich bist, also auch wenn du jetzt
schon sechs Jahre in dem Bereich bist, ist ja immer noch so ein Bereich, der zu den neueren Marketing Instrumenten gehört, und dann denken sie immer, du bist ja genau im richtigen Bereich, es ist total easy, die Zukunft ist für dich vorbereitet. Und wir wissen, und das ist jetzt auch die Rückfrage an dich, es ist aber auch ein Markt, der extrem schwankt und sich die ganze Zeit nach rechts entwickelt und noch nicht annähernd wie, ich sage mal, die klassischen Instrumente im Marketing funktioniert. Ist das auch etwas, was du in den letzten Jahren gesehen hast und siehst du diese Schwankungen jetzt
ein bisschen weniger werden in dem Bereich oder denkst du, es geht immer noch in verschiedenste Richtungen? Super spannende Frage. Das zielt natürlich auch darauf ab, was werden wir in der Zukunft anbieten? Und da glaube ich eben auch, dass sich unser Portfolio ein Stück weit verbreitern wird. Jetzt gibt es plötzlich Themen wie Creator Programs, wo du wirklich Massen von Micro Influencern auf eine Plattform bringst, die dann dein Produkt oder verschiedene Brands bewerben. Sowas gab es natürlich vor drei, vier Jahren in diesem Stil noch nicht. Da waren es
eher vielleicht Affiliate Networks und jetzt wird das auf Creator Basis aufgebaut. Also ich glaube, dass allein dieser Change des Influencer Marketings wieder noch mehr Change bringen wird. Und man muss sich da auch als Agentur weiterentwickeln und natürlich flexibel sein. Wir sagen immer, die großen Medienhäuser sind die Dampfschiffe, die sich ganz langsam bewegen, und wir sind das Speedboat. Wir wollen schnell und agil sein und bleiben, um uns an diesen wechselnden Marktsituationen dann auch richtig positionieren zu können und auch mal schauen, was die Zukunft so bringt. Total.
Also danke auch für den Einblick. Ich glaube, das wäre ein gutes Thema für unseren nächsten Podcast mit dir. Sehr gerne. Vielen, vielen Dank. Das war ein wunderschöner Einblick in diese Welt des Influencer Marketings und wir wissen einfach aus Erfahrung auch, dass viele da so viele Fragezeichen haben, auch Agenturen, die ein bisschen da so drin sind und so weiter. Und ich glaube, es tut immer gut, wenn man mal andere Meinungen sieht und man merkt bei dir extrem an, wie zielstrebig du bist, aber gleichzeitig auch, wie soll ich sagen, so ehrlich, dass nicht alles einfach so
dahergeht. Man sagt bei uns in Bayern, das ist nicht auf der Brennsuppe dahergeschwommen, so ungefähr. Also, dass es so einfach ist und das hört man raus. Und ich muss sagen, super sympathisch. Also ehrlich, dafür, dass du seit sechs Jahren und jetzt 45 Leute um dich herum hast, nullkommanull abgehoben, sitzt hier, bist total zurückhaltend, aber krass zielstrebig. Wahnsinnig schönes Gespräch. Ich danke dir vielmals. Absolut, von meiner Seite auch vielen, vielen Dank. War echt super cool und ich meine, wir sind jetzt erst am Anfang von unserer vierten Staffel. Einmal ganz kurz natürlich an
alle, die jetzt neu dabei sind oder die wieder dabei sind. Folgt uns super gerne auf allen Plattformen. Bleibt auch dran, folgt uns, damit ihr immer die neuen Folgen mitbekommt und wenn Fragen sind, jederzeit Adrian. Vielleicht können wir auch mal ein, zwei Rückfragen, wenn welche entstehen, noch an dich rüberspiegeln. Und ansonsten, wenn ihr noch weitere Gastempfehlungen habt, freuen wir uns jederzeit. Und ansonsten sehen wir uns in zwei Wochen zur nächsten Folge. Aber Adrian nochmal, vielen, vielen Dank. Schön, dass du bei uns warst. Hat Spaß gemacht. Danke euch.